Aktive Mittagspause – unsere Erfahrungen

Als Mitarbeiter von Büroland verhelfen wir anderen zu mehr Ergonomie und Gesundheit am Arbeitsplatz. Wir konnten es uns daher nicht nehmen lassen ein Angebot der Barmer Krankenkasse zu nutzen und selbst aktiv zu werden.

 

Die Barmer bietet eine Aktive Minipause an. Unter Anleitung eines qualifizierten und erfahrenen Kursleiters, in unserem Fall ein Personal Trainer, machen wir einmal pro Woche 30 Minuten lang „Sport“. Wir möchten unsere Muskeln stärken und gleichzeitig unserer Vorbildfunktion in Sachen Gesundheit am Arbeitsplatz nachgehen.

Aller Anfang ist schwer.

Die erste aktive Minipause hatten wir Anfang September. Nachdem unser Kursleiter sich und das Konzept vorgestellt hat, wurden wir gefragt, welche Muskelgruppen bei uns die größten Baustellen sind. Nahezu alle Kollegen sitzen den gesamten Tag am Schreibtisch und nicht immer wird dieser so optimal genutzt, wie wir es selbst empfehlen. Wie sich herausgestellt hat, müssen wir unseren Schwerpunkt auf Halswirbelsäule, Schultern und Lendenwirbelsäule legen. Diese Problemzonen sind typische Folgen einer falschen Rückenhaltung und dauerhaften Sitzens.
Auf dieser Grundlage sind wir in unser „Training“ gestartet und haben zum ersten Mal viele verschiedene Übungen ausprobiert. Arme, Rücken, Schultern und Hüfte wurden gekreist, gedehnt und in alle erdenklichen Richtungen gedreht.

Gemeinsam mehr Bewegung

Die erste Einheit war zugegebener Maßen von uns recht wenig besucht. Nur Neun unserer Mitarbeiter haben daran teilgenommen, aber das positive Feedback und die begeisterten Erzählungen konnten auch andere motivieren. Schon in der darauf folgenden Woche waren es bereits einige Teilnehmer mehr, Tendenz steigend.
Da wir nun viele Bewegungen schon kennen, können wir diese halbe Stunde besser nutzen. Meist starten wir mit den bereits bekannten Übungen und trainieren unsere Bereiche: Schulter, Hals- und Lendenwirbelsäule. Die zweite Hälfte der Zeit nutzen wir für neue Techniken. Jede Übung wird uns so erklärt, dass wir sie danach in unseren Alltag integrieren können.

Versteckte Talente

Highlight der Redaktion: Mir persönlich haben die Gleichgewichtsübungen viel Spaß gemacht. Wir mussten uns auf ein Bein stellen und erst mit den Augen den Blick durch den Raum gleiten lassen ohne dabei einen festen Blickpunkt zu halten. Das wurde dann gesteigert: erst sollte sich noch der Kopf mit dem Blick mitbewegen und als letztes sollen wir die Augen schließen (Blick und Kopf bleiben dabei aber starr). So gezielt habe ich mich schon lange nicht mehr auf mein Gleichgewicht konzentriert und ich werde versuchen, diese Übung öfter zu machen.

Obwohl wir uns 30 Minuten lang aktiv bewegen, sind diese Sporteinheiten nicht als Workouts gedacht. Keiner muss sich dafür in sein Sportoutfit werfen und ärgert sich danach, dass es im Büro keine Dusche gibt. Direkt vom Schreibtisch gehen wir in einen Raum, in dem wir genug Platz haben, damit jeder die Übungen mitmachen kann. Egal, ob Anzug oder Kleid und egal, welches Beweglichkeitslevel man vorher hat – jeder kann die Übungen mitmachen. Meistens werden uns von unserem Kursleiter verschiedene Variationen gezeigt, die jeder je nach Beweglichkeit und auch Schmerzempfinden mitmachen kann oder eben nicht.

Können wir es empfehlen?

Unser Fazit bisher: absolut empfehlenswert! Das Angebot der Barmer läuft sechs Wochen und wir haben noch einen Termin übrig. Unsere Kollegen sind durchweg begeistert von den Übungen, fühlen sich gut gedehnt und einige konnten schon Schmerzen oder Verspannungen loswerden.

Ein weiterer Pluspunkt: einen Tag danach hat man immer ein tolles Gesprächsthema für die Mittagspause, weil jeder dazu etwas beitragen möchte.